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Schönhengstgau
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Geographische Lage

Die geographische Lage

 

Die Dörfer Briesen, Schlettau und Schneckendorf gehörten bis zum Ende des zweiten Weltkriegs (1945) zum Schönhengstgau, einer der größten deutschen Sprachinseln an der ehemaligen Ostgrenze des deutschen Siedlungsraumes im heutigen Tschechien.

Das Schönhengstgau breitete sich südlich der schlesischen Berge und beiderseits der  böhmisch-mährischen Landesgrenze an einer Stelle aus, wo wichtige Verkehrslinien von Osten und Süden nach Böhmen führen. Die etwa 280 km lange Sprachgrenze des Gaues erstreckte sich etwa 50 km sowohl in Nord-Süd-, als auch in West-Ost-Richtung und umfaßte 148 Gemeinden,  darunter die sechs Städte Zwittau, Mährisch-Trübau, Brüsau, Landskron, Hohenstadt und Müglitz. Von den 126000 Einwohnern, die 1939 im Schönhengstgau lebten, waren 84 % deutsch. Nur 13 Orte hatten eine tschechische Mehrheit. Betrachtet man die Karte des Schönhengstgaues genauer, so erkennt man, daß Briesen und Schneckendorf ganz am Südrand der Sprachinsel lagen. Schon der nur 2 km von Briesen entfernte Nachbarort Albendorf war seit jeher tschechisch.

Der Schönhengstgau, der seinen Namen vom Schönhengstzug - einem Bergzug zwischen Mährisch-Trübau und Zwittau bekam, war weder landschaftlich noch politisch eine Einheit. Obzwar der Mittelgebirgscharakter dominiert, wechseln Berge (Hornberg 660 m) und waldreiches Bergland mit fruchtbaren Ebenen und Flußtälern. Die böhrnisch-mährische Landesgrenze teilte den Schönhengstgau in einen nord-westlichen, böhmischen Teil (Kreis Landskron und der westliche Teil des Kreises Zwittau) und einen größeren, südöstlichen, mährischen Teil (Zwittau und restlicher Teil seines Kreises, Mährisch-Trübau, Hohenstadt, Müglitz und deren Kreisgebiet).

Was den Schönhengstgau kennzeichnete, war in erster Linie die gemeinsame Sprache, das Volkstum und die Geschichte seiner Bewohner, die vor 700 Jahren aus Mainfranken einwanderten.

 

(Harald Orner)

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