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Schönhengstgau
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Natürlichen Grundlagen

Die natürlichen Grundlagen

 

Im Erdaltertum bildete sich im Gebiet des Schönhengstgaus folgendes Profil: Im Norden und Nordosten erstreckt sich das variskische System der Sudeten, deren kristalline Masse insbesondere aus Gneis besteht. Aus dem Adlergebirge zweigt ein breiter Rücken ab, der Schildberger Kamm, der sich in südlicher Richtung als Mürauer Bergland fortsetzt. Ein zweites kristallines Massiv bildete sich im Süden mit der Böhmisch-Mährischen Höhe. Die Meere im Devon- und Karbon-Zeitalter wiederum lagerten Kalkschlamm, Tonschiefer und Sand ab, Gesteine, die als Urton, Hornblendenschiefer, Grauwacke uncl Kulm das Hanna-Hochland bildeten, das sich im Anschluß an das Mürauer Bergland bis gegen Olmütz hinzieht.

Die Höhen des Molleiner Horst haben denselben Ursprung. In der jüngsten Epoche des Erdaltertums, im Perm, wurden rötliche Sandsteine, das sogenannte Rotliegendes abgelagert, das einen besonders fruchtbaren Ackerboden liefert. Zu weiteren Ablagerungrn kam es durch ein Meer im Erdmittelalter, der Kreidezeit, das die Bucht zwischen den beiden älteren Massiven ausfüllte und eine bis zu 200 m dicke Decke hinterließ, die als Ostböhmische Kreideplatte bezeichnet wird. Ihr unterer Teil enthält Sandstein und Ton.

Während der Sandstein vor allem bei Moletein abgebaut wurde und wird, bedeutete das Vorkommen dieser Kreidetone, die eine außerordentliche Verarbeitungsqualität aufweisen, für Briesen erste industrielle Arbeitsplätze und eine wichtige Erwerbsgrundlage. In einem hochentwickelten Tonbergbau, verbunden mit Schamottebrennerei, wurde dieser Rohstoff auch in Johnsdorf und Blosdorf gewonnen.

In der Neuzeit der Erdgeschichte, die mit dem bewegten Tertiär beginnt, wurde die ostböhmische Kreideplatte zu vier langen, nord-südlich streichenden Falten aufgewölbt, wobei die Osthänge, die sich längs paralleler Brüche aufrichteten, stärker abgetragen wurden und die Falten daher nach Osten hin steiler abfallen als nach Westen. Die markanteste Falte bildet hierbei der Schönhengstzug mit seinen beiden höchsten Erhebungen, dem Hornberg und der Qualka.

Im Miozän verursachten unterschiedliche Ablagerungen im Nordwesten und Südosten des Schönhengstgaus die Wasserscheide zwischen der Stillen Adler und Böhmischen Triebe einerseits und der Zohsee und Zwitta andererseits. Als sich im Jungtertiär Elbebecken und Marchebene weiter senkten, entstanden infolge des stärkeren Gefälles die schönen Erosionstäler der Stillen Adler, der Zohsee, der Mährischen Triebe und auch der Zwitta. Das Senkungsfeld der March, das sich von Hohenstadt über Müglitz nach Olmütz hin ausdehnt und Große Hanna heißt, ist ein fruchtbares Schwemmland. Die fruchtbare Ebene bei Kornitz und Gewitsch wird als Kleine Hanna bezeichnet.

 

(Harald Orner)

Topographie des Schöngengstgaus

 

Geographische Lage

Geschichtliche Entwicklung